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Die Beurteilung der Arbeitsbedingungen bei der Arbeit wird verpflichtend im Arbeitsschutzgesetz (insbesondere §§ 5 – 9) festgeschrieben. Die Beurteilung muss nach Art der Tätigkeiten erfolgen. Dazu sind die Gefährdungen zu ermitteln. Dazu dient das Instrument der Gefährdungsbeurteilung. Aus dieser sind bei festgestellten Gefährdungen Arbeitsschutzmaßnahmen zur Abstellung abzuleiten und umzusetzen. Das Ergebnis ist zu dokumentieren.

Was sind Gefährdungen? Sehen Sie für sich eine Bedrohung oder vielleicht Unheil auf sich zukommen? Fühlen Sie Angst?

Wenn es irgendwo eine Gefahrenquelle gibt, kann dies die Ursache für eine Gefahr sein. In diesem Moment treffen Personen räumlich und/oder zeitlich mit der Gefahrenquelle zusammen. Genau deshalb ist es notwendig, im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung diese Gefährdungen bzw. die Quellen der Gefährdungen zu ermitteln.

„Gefahren sind an ihrer Quelle zu bekämpfen“ – so fordert es das Arbeitsschutzgesetz §4, Abs. 2.

Eine Liste der Gefährdungen finden Sie hier…

Durch die GDA (Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie) wurde ebenfalls eine Leitlinie zur Gefährdungsbeurteilung erarbeitet. Sie können sich auch dort informieren. Durch die Evangelische Fachstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz (EFAS) werden ebenfalls kirchenspezifische Informationen, Beispielkataloge sowie weiterführende Links bereitgestellt. Den Link zur EFAS finden Sie hier

Die zuständigen Berufsgenossenschaften stellen Ihnen ebenfalls Hilfsmittel zur Gefährdungsbeurteilung zur Verfügung. Es wird empfohlen, diese zu verwenden. Sie finden diese in der rechten Sidebar unter „Broschüren/Handlungshilfen".

Beachten Sie, dass die in der Sidebar zu findenden Mustergefährdungsbeurteilungen an die Einrichtung anzupassen sind.

Die Orts- und Fachkräfte in unserer Landeskirche beraten Sie ebenfalls zum Thema Gefährdungsbeurteilungen.

Die psychischen Gefährdungen zu beurteilen  ist ebenfalls eine Pflicht des Arbeitgebers. Seit Ende 2013 fordert das Arbeitsschutzgesetz explizit die Berücksichtigung der psychischen Belastung in der Gefährdungsbeurteilung. Das heißt: Alle Unternehmen und Organisationen müssen auch jene Gefährdungen für ihre Beschäftigten ermitteln, die sich aus der psychischen Belastung bei der Arbeit ergeben, d. h. psychische Belastungen sind in gleicher Weise zu beurteilen und mit Maßnahmen zu minimieren. Das selbe gilt auch für körperliche Belastungen.

Zur Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastung gibt es verschiedene Instrumente und Verfahren. Diese müssen den betrieblichen Bedürfnissen und Gegebenheiten Rechnung tragen. Unterstützung erhalten Sie dabei von der Fachkraft für Arbeitssicherheit,    den Betriebsärzten und dem zuständigen Unfallversicherungsträger.

Es gibt verschiedene Methoden (Instrumente) zur Beurteilung. Doch welche Methode ist die richtige? 

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung gibt es die Möglichkeit Analyse-Workshops zu organisieren, Beobachtungsinterviews durchzuführen oder Mitarbeiterbefragungen abzuhalten:

  • Analyse-Workshop: Beschäftigte beschreiben und beurteilen gemeinsam mit Führungskräften und fachkundigen Experten die psychische Belastung der Arbeit im betrachteten Bereich.
  • Beobachtungsinterview: Geschulte Personen beurteilen die psychische Belastung auf Basis ihrer Beobachtungen der Tätigkeit oder Tätigkeiten - ergänzt um (Kurz-)Interviews mit den Beschäftigten.
  • Mitarbeiterbefragungen: Beschäftigte geben in standardisierten Fragebögen ihre Einschätzung zur Ausprägung der psychischen Belastung ihrer Arbeit an.

Alle haben Vor- und Nachteile (siehe Broschüre „Empfehlung Gefährdungsbeurteilung“ unter GDA-Psyche).

In der bisherigen Praxis hat sich eine Mischung aus Mitarbeiterbefragung und anschließendem Workshop je Tätigkeitsbereich bewährt. Käme das für Sie ebenfalls in Frage? Lassen Sie es uns gemeinsam herausfinden. Sprechen Sie mit Ihrer Orts-/Fachkraft, um Unterstützung zu erhalten!

 

Letzte Änderung am: 25.06.2020