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Informationen zur Fachkraft für Arbeitssicherheit finden Sie hier...

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Mit Feuerlöschern werden Klein- und Entstehungsbrände abgelöscht. Sie enthalten Löschmittel. Löschmittel können z. B. Wasser, Schaum, Kohlendioxid oder ABC-Pulver sein.

Die unterschiedlichen Feuerlöscharten werden Brandklassen zugeordnet. In der Sidebar rechts finden Sie ein Informationsblatt, mit welchen Feuerlöschern Sie welche Brände löschen können.

Ihre Feuerlöscher sind nicht unbegrenzt haltbar. Lassen Sie die Feuerlöscher brandschutz- und sicherheitstechnisch sachkundig alle 2 Jahre überprüfen (lt. Norm DIN 14406-4 und DIN EN 3)

Wir empfehlen Ihnen, ABC-Pulverlöscher nicht im Bereich von Orgeln, bei kunsthistorisch wertvoller Ausstattung, in der Nähe von Elektro-Schaltkästen oder -anlagen oder in Kindertagesstätten einzusetzen. Wenn möglich, nehmen Sie Wasser- oder Schaumlöscher. Überprüfen und klären Sie mit Ihrer Fachfirma, ob diese als Zusatzmittel Frostschutz empfehlen.

Bei unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen dürfen nur dafür zugelassene Feuerlöscher und Feuerlöschmittel unter Einhaltung der erforderlichen Mindestabstände (z. B. bei Niederspannungsanlagen 1 m) verwendet werden. Dazu gehören z. B. Kohlendioxid (CO2)Löscher. Achten Sie in engen, schlecht belüfteten Räumen auf besondere Vorsicht, denn es besteht Erstickungs- und Vergiftungsgefahr.

Wie viele Feuerlöscher benötigt man eigentlich pro Quadratmeter?

Gesetzliche Grundlage ist die ASR A 2.2. – Maßnahmen gegen Brände. Diese fordert: In allen Arbeitsstätten ist für die Grundausstattung die für einen Bereich erforderliche Anzahl von Feuerlöschern (…) zu ermitteln.

Ob die Feuerlöscher geeignet sind, richtet sich nach Art und Umfang der Brandgefährdung und der Größe des zu schützenden Bereiches. Für die Ermittlung der Anzahl wird eine Hilfsgröße, die Löschmitteleinheiten, herangezogen.Löschmitteleinheiten  in Abhängigkeit von Grundfläche und Brandgefährdung finden Sie z. B. in diesen Tabellen…Eine genaue Ermittlung ist über Berechnungstools möglich.

Ihre Orts-/Fachkraft wird Ihnen bei Bedarf weiterhelfen.

Sie müssen vorhanden sein, um im Notfall Leben zu retten.

Der Arbeitgeber hat Vorkehrungen dafür zu tragen, dass Verkehrswege, Fluchtwege und Notausgänge ständig freigehalten werden, damit sich die Beschäftigten bei Gefahr unverzüglich in Sicherheit bringen können und schnell gerettet werden können (Arbeitsstättenverordnung vom 12. August 2004 die zuletzt durch Artikel 5 Absatz 1 der Verordnung vom 18. Oktober 2017  geändert worden ist).

Die Arbeitsstättenregel ASR A 2.3. (Sidebar) gilt für das Einrichten und Betreiben von Fluchtwegen und  Notausgängen in Gebäuden und vergleichbaren Einrichtungen, zu denen Beschäftigte im Rahmen ihrer Arbeit Zugang haben sowie für das Erstellen von Flucht-und Rettungsplänen und das Üben entsprechend dieser Pläne. Dabei ist die Anwesenheit von anderen Personen zu berücksichtigen.

Beim Einrichten und Betreiben von Fluchtwegen und Notausgängen sind die beim Errichten von Rettungswegen zu beachtenden Anforderungen des Bauordnungsrechts  der Länder zu berücksichtigen.

Für Fluchtwege gelten (lt. ASR A2.3) Vorgaben über die Länge, Breite und Beschaffenheit von Fluchtwegen und von Türen, Treppen und Notausstiegen in Verbindung mit Fluchtwegen.

Darüber hinaus können sich weitergehende Anforderungen an Fluchtwege und Notausgänge aus Arbeitsstättenregeln ergeben. Dies gilt z. B. für das Erfordernis zur Einrichtung eines zweiten Fluchtweges. 

Fluchtwege und Notausgänge sind deutlich erkennbar und dauerhaft zu kennzeichnen.

Die Beschilderung muss nachleuchtend sein.

Flucht- und Rettungspläne sind aufzustellen, wenn durch die Lage der Arbeitsstätte oder von Teilen der Arbeitsstätte ungünstige Flucht- und Rettungsmöglichkeiten vorliegen (ASR A2.3). Fassen Sie mindestens einen GKR-Beschluss über alle Flucht- und Rettungswege in jedem Gebäude und Stockwerk.

Erstellen Sie eine Gefährdungsbeurteilung (ArbSchG § 5), wenn auf Grund besonderer Umstände Anforderungen nicht erfüllt werden können. Das gilt u. a. auch für das Erfordernis eines 2. Fluchtweges oder die Bestimmung von Flucht- und Rettungswegen.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (auch die Ehrenamtlichen) sind nachweislich über die Flucht- und Rettungswege, Notausgänge etc. und die in diesen Zusammenhängen jeweiligen Bedingungen jährlich zu unterweisen.

Wie für alle anderen Beschäftigten gelten auch bei Freizeiten die grundlegenden Arbeitsschutzvorschriften, wie z. B.

  •          Arbeitsschutzgesetz
  •         Arbeitsstättenverordnung und -regeln
  •         Gefahrstoffverordnung und Technische Regeln usw.

Im Vorfeld ist es wichtig, die Freizeit mit ihren Einzelveranstaltungen zu planen.

Bei einer Teilnahme von Kinder bzw. Jugendliche an einer auswärtigen Freizeit  ist die Freizeit incl. ihren Einzelveranstaltungen mit den Eltern im Vorfeld zu erörtern. Dazu gehören ein Krankenversicherungsnachweis und eine Kopie des  Impfausweises genauso wie Klärung der Kostenübernahme.

Verhaltensregeln sind festzulegen und Sicherheitsmaßnahmen zu regeln für den Notfall oder bei Verhaltensauffälligkeiten (z. B. wann schickt der Leiter der Freizeit das Kind zurück) und im Vorfeld mit den Eltern zu vereinbaren. Besprechen Sie mit den Eltern die Versicherungssituation (Unfall-Versicherungsschutz ggf. bei Freizeitstunden nicht ausreichend). Die Kinder und Jugendlichen sind i. d. R. bei der Unfallkasse versichert, die Begleitpersonen bei der Berufsgenossenschaft.

Eine schriftliche Einverständniserklärung der  Eltern ist einzuholen. Beachten Sie, dass Freizeiten mit erhöhtem Sicherheitsrisiko (z. B. Wanderungen im Hochgebirge) eine besondere Planungsvorbereitung (körperliche Leistungsfähigkeit, Reife…) erfordern. Sollten Sie in das Ausland reisen oder Kinder mitnehmen, die einem Asylrechtsverfahren unterliegen, sind weitere Punkte zu beachten, die Sie in einem solchen Fall vorab klären müssen.

Wenn Sie für den Aufenthalt fremde Gebäude nutzen, überprüfen Sie:

  •          ob es einen sicheren Zugang gibt;
  •          wo die Flucht- und Rettungswege sind (incl. Kennzeichung);
  •          wo der Sammelplatz ist;
  •          wie geeignet evakuiert werden kann;
  •          den Notruf und die Alarmierung;
  •          wo das Erste-Hilfe-Material vor Ort ist;
  •          die Regelungen zum Brandschutz;
  •          wo die Feuerlöscher sind;
  •          erfragen Sie, ob eine spezielle Gefährdungsbeurteilung vorliegt und wo welche         Gefährdungen bestehen.

Vergessen Sie nicht, Erste-Hilfe-Material bei separaten Ausflügen mitzunehmen.

Unterweisen Sie Begleitpersonen sowie die Kinder und Jugendliche zum sicheren Verhalten. Berücksichtigen Sie Besonderheiten bei den Freizeiten. Weisen Sie darauf hin, dass Anordnungen der Begleitpersonen Folge zu leisten ist. Unterweisen Sie über die o.g. Aspekte bei Nutzung fremder Gebäude (z. B. Flucht und Rettung).

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Freizeit und ein gutes unfallfreies Gelingen!

In unseren Kirchengemeinden sind oft Fremdfirmen tätig, z. B. in der Reinigung, auf dem Friedhof, in der Kindertagesstätte oder bei Instandhaltungen. Die Arbeitsschutzpflichten unterliegen dabei dem Auftragnehmer, aber auch dem Auftraggeber.

Gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit einer Fremdfirma ist u. a. das Arbeitsschutzgesetz  § 8 „Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber“:

(1) Werden Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber an einem Arbeitsplatz tätig, sind die Arbeitgeber verpflichtet, bei der Durchführung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzbestimmungen zusammenzuarbeiten. Soweit dies für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit erforderlich ist, haben die Arbeitgeber je nach Art der Tätigkeiten insbesondere sich gegenseitig und ihre Beschäftigten über die mit den Arbeiten verbundenen Gefahren für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu unterrichten und Maßnahmen zur Verhütung dieser Gefahren abzustimmen.

(2) Der Arbeitgeber muss sich je nach Art der Tätigkeit vergewissern, dass die Beschäftigten anderer Arbeitgeber, die in seinem Betrieb tätig werden, hinsichtlich der Gefahren für ihre Sicherheit und Gesundheit während ihrer Tätigkeit in seinem Betrieb angemessene Anweisungen erhalten haben.“

Weisen Sie an Hand Ihrer Gefährdungsbeurteilung die Mitarbeiter der Fremdfirma auf besondere Gefahren und Gefahrschwerpunkte (z. B. Zugangsbeschränkungen, Verhalten im Brandfall, Standort der Feuerlöscher, Erste Hilfe) sowie auf Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln hin, die in Ihrer Kirchengemeinde/Einrichtung vorhanden sind. Dokumentieren Sie dies in einer Unterweisung. Vergewissern Sie sich, dass der Mitarbeiter der Fremdfirma ebenfalls von seinem Anstellungsträger unterwiesen wurde und dass auch dort eine Gefährdungsbeurteilung (§ 5 des Arbeitsschutzgesetzes) vorliegt. Eine gegenseitige Abstimmung sollte erfolgen.

 

Sorgen Sie dafür, dass gemäß  §5 DGUV Vorschrift1 der Auftrag nur   unter der Bedingung erteilt wird, dass die Durchführung und Ausführung der Arbeiten den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften und Regeln, den Arbeitsschutzvorschriften sowie den allgemein anerkannten sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Regeln entsprechen. Dazu gibt es einen Begleitschein von der EFAS. Dieser ist als Bestandteil des Vertrages mit dem Auftragnehmer abzuschließen oder ist bei bestehenden Verträgen nach zu verhandeln.

 

Sachhinweise zum Thema Friehof finden Sie hier...

Letzte Änderung am: 18.10.2021